transfer images into stories – visual storytelling with photobooks

Es braucht vielleicht nur Minuten, um ein Fotobuch durchzublättern, aber Stunden, um die Geschichten der Bilder oder die Gesamtstory eines Fotobuchs zu verstehen. Wenn kein Text, keine Wörter verfügbar sind, um die narrative Struktur, die visuellen Botschaften oder die Beweggründe des Künstlers zu verstehen, braucht es Muße und eine Art von visueller Schulung, um Bildaussagen zu transkribieren.

Der nächste Galerieabend in der Fotobuchgalerie: 3. 1. 2019 ab 19Uhr

It may only take minutes to flip through a photo book, but hours to understand the stories of the pictures or the entire story of a photo book. If no text, no words are available to understand the artist’s narrative structure, visual messages, or motivations, it takes leisure and a kind of visual training to transcribe image messages.

Next gallery evening at Fotobuchgalerie: January 3rd. 2019 at 7 p.m.


Visuelles Storytelling am Weltgeschichtentag



Es ging dieses Mal auch um Geschichten, aber vielmehr um die Wirkung von Bildern, als

Erinnerungsanker, als Reflexionsverstärker für eigene Erfahrungen, Begegnungen und Interpretationen der erlebten Geschichte. Da ist zum Beispiel das Bild mit einer Hausfassade, Stadtteil in München oder Irgendwo in einer Stadt, als Standardabbild für den Zugang zu Vertrautheit, Heimatgefühl, dem eigenen Zuhause. Klassischer Hausfassadenstandard, ein Vorgarten mit Heckenumrahmung, kleine Sträucher vor

dem Haus. Triviales im Bild hält mehr fest, als gedacht, bildet die Klammer, den Einstieg, irritiert oder wirkt vertraut, stört nicht, weil es schon immer da gewesen ist. Wenn ein Bild etwas festhält, dass sich über die Jahre als etwas Vertrautes in die DNA eingebrannt hat.  So auch das Bild vom Meer: Sinnbild für …Nordsee – zeitlos, keine Sonne, Strand, erlaubt das individuelle Eintauchen ins Bild.

Eine andere Diskussion entspannte sich zum Thema der Motivsuche und der Zeit die es benötigt, bis ein Motiv als fotografierwürdig angesehen wird. Ganz nach dem Motto „Das Motiv findet Dich, nicht Du findest das Motiv“. Wer im Urlaub dem Fotorausch erlegen war und nach einer Weile gefragt wird, welches Bild nachhaltig wirkt, eine Geschichte erzählen lässt, dann sind es meist solche Bilder, die durch diesen Findungsprozess gegangen sind, keine snapchats, hochgeladen ins Universum, erstellt um wieder vergessen zu werden. Haben diese Bilder doch einen inneren Reifegrad durchgemacht: es kann manchmal Jahre dauern bis die Vertrautheit und der persönliche Kontext entsteht.

Welche Fotos sind es dann, die sich mit den Bildern im Kopf verbinden und die eigene

Erinnerungsgeschichte erhalten? Das Wiedersehen mit dem Motiv, als Wiederkehr des Erlebnisses: so wie an diesem Abend, wenn sich um die mitgebrachten Fotos die Geschichten erzählen lassen: von Möwenschwärmen in Norwegen, Jahresbelichtungen mit Lochkameras, Lissabonner Stadtcafés, Strandbildern der ostfriesischen Inseln.

Noch etwas zur Wirkung von Bildern mit starker narrativer Wirkung: Manchmal sind es kleine Details die das Bild vervollständigen. Wirken sie im Sucher der Kamera noch als störend, können sie später als Anker wirken, um einen emotionalen Bezug entstehen zu lassen. Das kleine Detail was ins Bild führt, vielleicht nicht ganz passend, aber dadurch Neugier weckt oder Befremdlichkeit und dadurch wieder Aufmerksamkeit.

Icke will nich!

Icke will nich: Buchvorstellung & Artist Talk

Am 28.10.2018 (um 19.00 Uhr) stellte die Berliner Fotografin Katharina Brauer ihre Fotoserie und gleichnamige Publikation „Icke will nich!“ in der Fotobuchgalerie vor. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Identitätsschutz in Zeiten der Datensammelmanie. Zu sehen gab es eine Serie aus Porträtfotografien kredenzt mit Datensätzen. Der Galerieabend war weit mehr als eine Auseinandersetzung mit der fotografischen Arbeit von Katharina Brauer. Die intensive Diskussion führte von der Fotografie hin zu dem Thema Identität und Privatheit in Zeiten von Big Data.

Daten in die Pfanne hauen
Daten in die Pfanne hauen

Schwarz-Weiß unterwegs am Wiener Arm

Die Sommerferien neigen sich dem Ende, ein lauer Sommerabend in München verlangt nach einem Besuch im Biergarten, um den Restsommer zu nutzen! Dennoch schauen immer wieder Neugierige zur Tür der Fotobuchgalerie herein, erstaunt über die Fülle an Fotobüchern und erfreut über die Einladung zum Schmökern. Die Galerietür ist weit geöffnet. Zwei sitzen, im Gespräch vertieft und erzählen über Wien, über den Donaukanal und Möglichkeiten der Vermarktung von Fotogeschichten.  Der Fotograf und  Fotobuchautor Peter Hetzmannseder ist hier um Details für das Galerieevent abzustimmen. Er und sein Autor-Partner Andreas Belwe werden am 14.9. ihre Hommage „Donaukanal“ in der Fotobuchgalerie vorstellen. Dieses Buch ist tatsächlich mehr als ein Fotobuch. Essays, philosophische Gedanken, Dialoge der Protagonisten im Wiener Stadtviertel bilden eine perfekte Symbiose zu den Schwarz/Weiß-Fotografien von Peter Hetzmannseder. Und Peter Hetzmannseder ist zwar Fotograf, aber hat Unmengen Geschichten zu erzählen. Jeder Meter Donaukanal ist voller Lebenserlebnisse, Erinnerungen und die Hommage in schwarz/weiß wird im Erzählen schnell mal grell bunt.

donaukanal

„Die Entstehung der Bilder“ ist Thema des Galerieabends und daher mehr als eine reine Buch- oder Fotopräsentation. Es geht vielmehr um das Erkunden des fotografischen Blicks, dem Eintauchen in visuelle Geschichten sowie die Wirkung der Bilder auf den Betrachter. Der Philospoh Andreas Belwe hat mit seinen Textbeiträgen und ausgewählten Essays, Gedankenfragmenten die Bilderwelt Peter Hetzmannseder in eine gelungene Symbiose gebracht und man kann gespannt sein, wie sich die Gespräche an diesem Abend entwickeln.

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Am Ende gab es sogar noch ein unerwartetes „booksigning. Wiederholung am 14.9. garantiert! Jeder ist herzlich eingeladen.

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Denkanstöße für visuelle Geschichten

Speicherkarten sind das neue Gedächtnis, sichern brav den visuellen Fundus an fotografierten Ferienmomenten. Wer den Gedanken hegt, mehr aus seinem Fotomaterial zu machen, findet Anregungen in der Münchner Fotobuchgalerie am kommenden und nächsten Donnerstag ab 19Uhr.

Visuelle Geschichten erzählen ist mehr als ein Handwerk. Sie binden, sortieren, arrangieren Momente, fügen zusammen und gestalten eine Erinnerung, zwischen Fakt und Fiktion balancierend, immer mit einem Stück Reflexion der eigenen inneren Bilderwelten.

Tauchgang in besondere Lebenswelten

Die über 100 Fotobücher der Galerie bieten einen Ideenfundus für eigene Geschichtskreationen. Zudem lassen Sie außergewöhnliche Lebenswelten nachspüren.

Über die Entstehung der Bilder – Nachlese zum Galerieabend

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Wer dachte, er bekommt an diesem Abend eine Buchvorstellung im klassischen Vortragsstil präsentiert, musste schnell erkennen, das dieser Galerieabend einem anderen ungewohnten Format folgte.  Wenn Teilnehmer zu Teilgebern werden und Gastredner zu Geschichtenerzählern, dann sind das vier Stunden tiefes Eintauchen Erzählungen und Erinnerungen in die Wiener Seele.

Andreas Belwe und Peter Hetzmannseder gaben Einblicke in ihr Handwerk – machten das Wesen der Bilder spürbar, gaben Einblicke in die Textgestaltung und öffneten dem Betrachter die Augen und Ohren für einen besonderen Wiener Kosmos. Das Buch „Donalkanal“ – eine Hommage ist im Folio-Verlag erschienen. Es enthält Schwarz-Weiß-Fotografien (Leica- Digitalkamera) des Münchner Fotografen Peter Hetzmannseder. Die  von Andreas Belwe sorgsam ausgewählten Essays und eigene Textbeiträge werden in diesem Buchs zum starken narrativen Partner der Fotografien.

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Kultfabrik memories

Die Fotoausstellung „KULTFABRIK MEMORIES“ zeigt Fotografien des Kunstpark Ost-Areals vor Schließung der legendären „Kultfabrik“ in München. Es handelt sich um eine Ausstellung im „Mini-Format“ unter Verwendung von 6×6 Diarahmen. Zwei Fotobücher und weiteres Bildmaterial zur Kultfabrik werden ebenfalls in der Fotobuchgalerie vorgestellt. Das Ausstellungsformat wurde bereits mehrfach in der Fotobuchgalerie eingesetzt und eignet sich speziell für kleinere Ausstellungsräume.

Berlin faces

Berlin – Eldorado for urban artwork. As a tourist you may have seen this huge graffiti in the backyard of a former petrol station at the Uhlandstraße 187  when you passed with the urban railway line between Bahnhof Zoo and Savignyplatz in Berlin Charlottenburg. The Berlin Graffiti-artist Lake Lamprecht Gino Fuchs created this fascinating artpiece of 1.200 squaremeter which was now destroyed to build up a new building.

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Weekly Photo Challenge: Face

hand-landscape

Seen some years ago in Berlin – East Side Gallery – Landscape full of hands

In reality the installation is called „Touch the Wall“ by Christine Kühn. She started the project in 1990 and asked people to touch the wall and to draw their hands on the wall. As it was forbidden by the German Democratic Republic to touch the wall, it was a symbolic act of freedom. In 2009 this part of the Wall was restaurated and the art work renewed. But since that time more than 100 new hands were drawn up. Although it damages the conservation of the work it shows how the landscape of peace evolves and how the idea of liberty is transferred.

Touch the Wall, Project: East Side Gallery, 1990-2009

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